Transparente Methodik: alle Formeln, Faktoren und Annahmen hinter unserem Kostenrechner.
Ein Krankheitstag kostet mehr als nur das Gehalt. Neben der Lohnfortzahlung fallen Sozialabgaben und indirekte Kosten an — etwa Vertretung, Produktivitätsverlust und Verwaltungsaufwand.
Aus dem Jahresgehalt leiten wir die Kosten eines einzelnen Krankheitstages ab. Grundlage sind 220 Arbeitstage pro Jahr (52 Wochen × 5 Tage − 30 Urlaubs- und Feiertage).
Tageskosten =
(Jahresgehalt ÷ 220) × 1,7
Bei 45.000 € Jahresgehalt: (45.000 ÷ 220) × 1,7 = 347,73 € pro Tag
Die Jahreskosten ergeben sich aus den Tageskosten multipliziert mit der Anzahl der Mitarbeiter und deren durchschnittlichen Krankheitstagen.
Jahreskosten =
Mitarbeiter × Krankheitstage × Tageskosten
50 MA × 15 Tage × 347,73 € = 260.795 € pro Jahr
Für die betriebliche Krankenversicherung setzen wir einen konservativen Durchschnittswert von 40 € pro Monat und Mitarbeiter an.
bKV-Kosten / Jahr =
Mitarbeiter × 40 € × 12 Monate
50 MA × 40 € × 12 = 24.000 € pro Jahr
Der Break-Even zeigt, ab wie vielen vermiedenen Krankheitstagen pro Mitarbeiter sich die bKV-Investition rechnet.
Break-Even =
(40 € × 12) ÷ Tageskosten
480 € ÷ 347,73 € = 1,4 Tage pro Mitarbeiter
Systematisch durchgeführte betriebliche Gesundheitsförderungsprogramme reduzierten krankheitsbedingte Fehlzeiten in ausgewerteten Studien um durchschnittlich ca. 27% (iga.Report 28, 2015; Chapman, L.S., American Journal of Health Promotion, 2012). Wir verwenden konservativ 25% als Berechnungsgrundlage.
Einsparpotenzial =
Mitarbeiter × (Krankheitstage × 25%) × Tageskosten
Bei 50 MA mit 15 Krankheitstagen:
50 × (15 × 0,25) × 347,73 € = 50 × 3,75 × 347,73 € = 65.199 € Einsparung
Orientierungswert auf Basis wissenschaftlicher Studienlage. Individuelle Ergebnisse hängen von Unternehmensgröße, Branche, Ausgangssituation und Art der Maßnahmen ab und können erheblich abweichen. Keine Erfolgsgarantie.
Eine Studie von LKH/Sirius Campus (2025) zeigt, dass Unternehmen mit bKV ihre Langzeiterkrankungen um 49% reduzieren konnten.
Dieses Ergebnis lässt sich jedoch schwer in eine allgemeine Formel überführen, da der Effekt stark vom Anteil der Langzeiterkrankungen im jeweiligen Unternehmen abhängt. Langzeitfälle (z. B. psychische Erkrankungen mit durchschnittlich 28,5 Tagen Falldauer) verursachen überproportional hohe Kosten — eine Halbierung dieser Fälle kann je nach Unternehmen einen deutlich höheren oder niedrigeren Effekt haben als die pauschalen 25%.
Für eine genauere Einschätzung auf Basis Ihrer tatsächlichen Fehlzeitenstruktur empfehlen wir ein persönliches Beratungsgespräch.
Alle im Rechner und Report verwendeten Kennzahlen stammen aus folgenden Primärquellen: